Weihnachtsmann gefunden

dandro | 7. Dezember 2009

 

Bratislava, die Erste

Weihnachtsmärkte sind immer gut erreichbar. Jener am Karlsplatz mit der U1, für den Spittelberg empfiehlt sich der 49er, in Schönbrunn bleibt die U4 stehen, und in Bratislava die Pöchlarn, der Wolf Dietrich und der Edenburg.

 

Am 21. November statteten einge Piraten und zwei Freunde vom Donauhort, Eva und Bernhard Reinelt, der von Korneuburg 75 km stromab gelegenen Hauptstadt den ersten von zwei adventlichen Besuchen ab.

 

Dankenswerterweise regnete es nicht, dafür zeigte sich als Ausgleich auch keine Sonne. Eine stimmige Herbstfahrt - erwähnenswert Jungruderer Martin Latzenhofer, und Embryonalruderer Hannes Hörmannsdorfer (zum 7. Mal im Boot) - endete ohne unangenehme Zwischenfälle beim bratislowakischen Adventmarkt.

 

Kleiner Haken: der Markt war geschlossen, er öffnete erst eine Woche später.

 

Das in der Nähe befindliche Pub war offen, und die Livemusik wahrscheinlich auch um einiges besser. Eine stimmige Heimfahrt mit der ÖBB beendete einen durchaus gelungenen Tag.

 

 

Bratislava, die Zweite

Zwei Wochen später, es war der 5. Dezember, fuhren sieben von positiver Weihnachtsstimmung Besessene ein weiteres Mal in die Hauptstadt der Slowakei.

 

Prominente Unterstützung gab es diesmal vom Geradenichtmehrobmann der Normannen Wolfgang Schindler und dem Vizeobmann der Ruderunion Pöchlarn Klaus Köninger.

 

Der Weg führte wie zumeist über den Donaukanal. Im Gegensatz zur Vorvorwoche verschob sich die Abfahrtszeit von 20 vor auf 20 nach 9:00, ein Treffen mit dem Twincityliner in Wien wurde unvermeidbar.

Das Gespräch mit dem Kapitän des vor Anker liegenden Schnellbootes verlief sehr konstruktiv, er sagte, wir sollen ganz ans Ufer fahren, wir sagten, er soll abbremsen, wenn er uns sieht, er sagte, er fährt sicher wie immer, wir stellten unsere Boote, als er vorbeifahren wollte, in die Mitte des Kanals, er musste abbremsen, er war böse, wir waren trocken.

 

Die Herbst-/Winterstimmung war unangenehm kitschig, glücklicherweise verabschiedet sich die Sonne im Dezember sehr früh vom Tag.

 

Und endlich waren wir dort, beim Weihnachtsmarkt von Bratislava. Wunderschön gelegen in der fein herausgeputzten Altstadt präsentierte er sich sehr einladend. Es roch nach Punsch und Zuckerwatte. Nach gar nicht so reichlichem Nachdenken kamen die Weitgereisten zu dem Schluss, viel mehr Lust auf Bier und Fleisch zu haben. In der Nähe befand sich ein Pub, in dem das Gewünschte verkauft wurde, und die Livemusik war wahrscheinlich auch um einiges besser.

 

 

Und Wildungsmauer

Am Folgetag ruderten die Ausgeruhten 26km stromauf nach Wildungsmauer. Warum Wildungsmauer? Weil dort nichts ist.

 

Der geplante Abfahrtstermin verschob sich aufgrund schwer erklärbarer Vorfälle von 9:00 auf 11:45. Für Nervenkitzel sorgte neben der Wassertemperatur in Verbindung mit unzähligen Buhnen und Untiefen auch Nebel. 

 

Ein neues Spiel wurde kreiert: Donauroulette. Angelehnt an das russische Pendant übersetzt man von einem Ufer auf das andere, ohne etwas zu sehen und aufgrund der Windverhältnisse auch nichts zu hören.

 

Eine kräftigende Fischsuppe im zum Stammwirten mutierten Gasthaus in Bad Deutsch Altenburg brachte den müden Körpern jene Kraft, die vonnöten war, um doch noch vor Dunkelheit am Ziel anzukommen. Die Klimaanlage im Heimfahrzeug wurde auf 28°C eingestellt.

 

Fazit: der Weihnachtsmann hat zwar den größten Sack, aber wenn der falsch im Boot liegt, kann auch eine Mannschaft, bei der sonst alles steht, den einen oder anderen Hänger haben.

 

 

Zu den Bildern...