Die göbe Sau '10
dandro | 12. Juli 2010

Das Sportler-, demzufolge auch das Ruderervolk, eint die Eigenschaft, durchaus sinnbefreite Aktionen zu liefern. Der Pirat ist bei diesen traditionell immer stark vertreten.
Körperliche Ertüchtigung ist ja eigentlich eine wünschenswerte Beschäftigungsform für in Wohlstandsgesellschaften lebende Menschen - es sind sowieso fast alle Österreicher zu dick, Alkoholiker oder einfach nur unansehnlich.
Trotzdem ist es - man kann das Wort getrost verwenden - schwachsinnig, mitunter zehn Stunden in sengender Hitze ohne Chance auf Schatten bei 34°C auf einem Sitz einige tausend Male hin und her zu rollen und die einzige Abwechslung, auf die man sich freuen kann, Stechmückenattacken sind.
35 Piraten zeichneten sich bei Sternfahrt 4 des heurigen Jahres mit Ziel in Dürnstein durch mehr oder weniger ausgeprägten Schwachsinn aus.
Auf Platz drei der Hirnverbranntenwertung:
Der Damensechser mit Sabine Reiter, den zwei Kainzinnen, Regina Fassl sowie Manfred Gschwindl und Katalin Eggl - 67km stromauf und massenhaft Besuch durch die gemeine Viehbremse Tabanus bromius (siehe links).
Zweiter:
Kurt Krenhuber auf seinem Wallach Loki. Brach um 4:30 auf (ruderte also 11:30h!) und bewältigte heroisch die Strecke von Langenzersdorf nach Dürnstein. Die gemeine Viehbremse Tabanus bromius (siehe links) bereitete ihm, obwohl er die gleiche Strecke wie das Damenboot abfuhr, keine Schwierigkeiten. Kurt duschte sich am Vortag, auch unter den Achseln - das half anscheinend.
Erste:
Die verbranntesten Hirne saßen in einem Vierer, sie gehören den Herren Pilz, Bertagnoli (WSW), Demmer O. und Schreiberling. 73km stromab und 37km stromauf. Eine gute Stunde berechneten sie gemeinsam die gefahrenen Kilometer und zu erwartenden Punkte und kamen auf einen Wert, den alle als auf jeden Fall richtig befanden. Im Ziel erfuhren sie dann die richtige Summe der Addition von drei Zahlen, für eine weiteste Fahrt mit 259 Punkten reichte es trotzdem.
Erwähnenswert: Herbert Garn ist 82 Jahre alt und steuerte einen Vierer die Wachau stromauf und -ab!!!
Die Wertungen des Tages gewann der Pirat bis auf die der Ältesten alle, dafür bekam er 1,5l Wein und 20l Schnaps (nein, nicht umgekehrt). 5.290 Punkte waren gute 1.000 mehr, als sein treuer Verfolger schaffte.
In der Gesamtwertung liegt der größte Ruderverein Österreichs nun so weit in Führung, dass es reicht, bei der letzten Sternfahrt (Ziel Donauhort) mit Luftmatratzen die Donau 7km stromab zu treiben!
Der Dank ergeht diesmal an die Gastgeber aus Dürnstein. Neben einem unerträglich spaßigen Moderator sorgten die Speise- und Getränkepreise für nicht übertrieben gefüllte Mägen und klare Köpfe. Vielleicht überraschen sie uns aber beim nächsten Mal doch wieder mit einer Preisgestaltung, die nicht über jener von Wiener Innenstadtlokalen liegt.
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